Security
VMware

Next Level Application Delivery: Was im VMware Avi Load Balancer jetzt neu ist

Security trifft AI trifft Performance: VMware Avi Load Balancer legt nach

Lizenz: AdobeStock_806887120

APIs, cloudnative Anwendungen und AI-Workloads verändern die Anforderungen an moderne IT-Infrastrukturen. Anwendungen müssen nicht nur hochverfügbar und performant bereitgestellt werden. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Security, Automatisierung, Transparenz und Skalierbarkeit.

Mehr als Load Balancing: VMware Avi verbindet Security, AI und Performance

Genau hier setzt VMware Avi Load Balancer mit wichtigen Funktionserweiterungen an. Aufbauend auf den Integrationen mit VMware Cloud Foundation 9.1 erweitert Broadcom die Lösung insbesondere in drei Bereichen:

  • Software-Defined Web Application and API Protection (WAAP)
  • GenAI-basierter AI Assistant für Avi
  • deutlich höhere Application-Delivery-Performance

Damit entwickelt sich Avi über klassisches Load Balancing hinaus zu einer noch umfassenderen Plattform für sichere und skalierbare Application Delivery.

Für autorisierte VMware Partner ist das besonders interessant: Security, Infrastruktur, Modern Applications und AI lassen sich stärker miteinander verbinden und eröffnen damit zusätzliche Ansatzpunkte in bestehenden Kundenumgebungen und bei neuen Projekten.


Software-Defined WAAP: Schutz für moderne Anwendungen und APIs

APIs sind längst zu einem zentralen Bestandteil moderner Applikationsarchitekturen geworden. Mit ihrer wachsenden Bedeutung steigt jedoch auch die Security-Relevanz.

VMware Avi erweitert deshalb seine Web Application Firewall um softwaredefinierte Web Application and API Protection, kurz WAAP.

Die neuen Funktionen adressieren unter anderem die OWASP Top 10 API Security Risks und können über unterschiedliche Workloads hinweg eingesetzt werden, darunter virtuelle Maschinen, VKS- sowie AI-Workloads.

Besonders interessant ist die tiefere API-Erkennung und Klassifizierung.

Avi kann APIs nach dem sogenannten SOZA-Modell einordnen:

  • Shadow APIs
  • Orphan APIs
  • Zombie APIs
  • Active APIs

Hinzu kommen OpenAPI Specification Enforcement sowie granulare Security Policies auf API-Ebene direkt im Datenpfad.

Was bedeutet das für Endkunden?

Der vielleicht wichtigste Vorteil ist Transparenz.

Unternehmen können APIs besser erkennen, klassifizieren und schützen. Gerade in dynamischen Anwendungslandschaften lässt sich dadurch das Risiko reduzieren, dass unbekannte, nicht mehr verwendete oder unzureichend abgesicherte APIs zum Security-Blindspot werden.

Security und Application Delivery rücken damit näher zusammen.

Der Kundennutzen auf einen Blick:

  • bessere Sichtbarkeit der vorhandenen APIs
  • Schutz moderner Webanwendungen und APIs
  • Unterstützung bei der Absicherung gegen relevante API-Risiken
  • differenzierte Security Policies für einzelne APIs
  • Schutz für klassische und moderne Workloads
  • Security direkt innerhalb der Application-Delivery-Infrastruktur

AI Assistant für Avi: Komplexität reduzieren, Probleme schneller lösen

Der zweite große Entwicklungsschritt betrifft den operativen Betrieb.

Mit dem neuen AI Assistant for Avi hält Generative AI direkt Einzug in die Administration des Avi Load Balancer.

Über eine dialogbasierte Benutzerinteraktion können Administratoren beispielsweise Unterstützung beim Troubleshooting erhalten. Statt Informationen ausschließlich über klassische Administrations- und Analysewege zu suchen, können Fragestellungen in natürlicher Sprache adressiert werden.

Zusätzlich liefert der Assistant kontextbezogene Empfehlungen für Konfigurationen.

Das Ziel: Komplexität reduzieren und die Mean Time to Resolution (MTTR) deutlich verkürzen.

 

Der Mehrwert für Endkunden

Gerade moderne Applikationslandschaften können schnell komplex werden. Hier kann der AI Assistant IT-Teams dabei unterstützen, schneller von der Analyse zur Lösung zu gelangen.

Das bedeutet potenziell: Weniger Zeit für Fehlersuche → schnellere Problemlösung → effizienterer Betrieb.

Gleichzeitig kann der dialogorientierte Ansatz den Einstieg in komplexere Avi-Umgebungen erleichtern.

Bis zu 12,25 Tbit/s: Application Delivery auf einem neuen Performance-Level

Neben Security und AI legt Broadcom auch bei der Performance nach.

VMware Avi Load Balancer erreicht nun einen Scale-out-Durchsatz von bis zu 12,25 Tbit/s pro Controller-Instanz. Gegenüber dem vorherigen Niveau entspricht dies einer Performance-Steigerung von 88 Prozent.

Das zugrunde liegende softwaredefinierte Active-Active-Konzept ermöglicht eine elastische Skalierung und soll Unternehmen dabei unterstützen, Hardware-Bottlenecks zu vermeiden.

 

Warum ist das für Unternehmen relevant?

Applikationen, APIs, Datenmengen und AI-Workloads wachsen. Application Delivery muss mit dieser Entwicklung Schritt halten.

Eine softwarebasierte Scale-out-Architektur bringt hier einen entscheidenden Vorteil: Kapazitäten können flexibler an steigende Anforderungen angepasst werden, anstatt Application Delivery ausschließlich über dedizierte Hardware zu skalieren.

Für Endkunden bedeutet dies insbesondere:

  • höhere Skalierbarkeit für wachsende Anwendungen
  • weniger hardwarebedingte Performance-Engpässe
  • bessere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur
  • Unterstützung besonders leistungsintensiver Workloads
  • verbesserte Grundlage für zukünftiges Wachstum

Warum die Neuerungen für Partner besonders interessant sind

Für Channel Partner steckt hinter dem Update mehr als nur eine neue Feature-Liste.

Avi verbindet mehrere Themen, die aktuell bei vielen Kunden gleichzeitig auf der Agenda stehen: Application Modernization, Cybersecurity, API Security, Private Cloud, AI und Automatisierung.

 

Daraus ergeben sich neue Gesprächs- und Projektansätze.

  1. Vom Load-Balancing-Gespräch zum Security-Projekt

Mit WAAP und API Protection können Partner bestehende Application-Delivery-Gespräche stärker mit Security-Anforderungen verbinden.

Gerade bei Kunden mit wachsender API-Nutzung lohnt sich die Frage: Welche APIs existieren eigentlich in der Umgebung und wissen die Security-Teams von allen?

Shadow-, Orphan- und Zombie-APIs bieten einen konkreten Einstieg in diese Diskussion.

 

  1. Mehr Potenzial in bestehenden Avi-Umgebungen

Bei bestehenden Avi Kunden lassen sich die neuen Funktionen hervorragend für einen Technology Review nutzen.

  • Welche Features werden heute eingesetzt?
  • Wo bestehen neue Anforderungen an API Security?
  • Wo könnten AI-gestützte Operations unterstützen?
  • Und reicht die bestehende Architektur für das zukünftige Wachstum?

So kann aus einer bestehenden Installation eine neue Consulting-, Optimierungs- oder Modernisierungsdiskussion entstehen.

 

  1. Zusätzliche Services rund um Avi

Für Partner entstehen außerdem Möglichkeiten, eigene Services rund um die Technologie zu positionieren, beispielsweise bei Assessment, Architektur, Implementierung, Optimierung und laufendem Betrieb.

Der entscheidende Vorteil: Das Gespräch dreht sich nicht mehr ausschließlich um Load Balancing, sondern um den gesamten Business Value einer sicheren und leistungsfähigen Application-Delivery-Architektur.


Security + AI + Performance: ein starkes Gesamtpaket

Die aktuellen Erweiterungen zeigen deutlich, wohin sich VMware Avi Load Balancer entwickelt.

Aus Application Delivery wird zunehmend eine Plattform, die Verfügbarkeit, Security, API Protection, Automatisierung und intelligente Operations miteinander verbindet.

Die drei Neuerungen greifen dabei ineinander:

WAAP & API Protection → mehr Schutz und Transparenz für moderne Anwendungen

AI Assistant → einfacherer Betrieb und schnelleres Troubleshooting

Scale-out Performance → mehr Leistung und Flexibilität für wachsende Workloads

Gerade im Zusammenspiel mit VMware Cloud Foundation 9.1 wird Avi damit zu einem interessanten Baustein für Unternehmen, die ihre Private-Cloud- und Anwendungsumgebungen modernisieren und gleichzeitig Security und Operational Efficiency verbessern möchten.


Was bedeutet das für Partner?

Für autorisierte VMW/BC Partner bietet die Weiterentwicklung von VMware Avi einen guten Anlass, bestehende und neue Kunden gezielt anzusprechen:

  • Wo entstehen derzeit neue APIs und moderne Anwendungen?
  • Wie werden diese APIs heute erkannt und geschützt?
  • Wie viel Aufwand entsteht im Application-Troubleshooting?
  • Kann die bestehende Load-Balancing-Infrastruktur zukünftiges Wachstum und neue AI-Workloads abbilden?

Genau aus diesen Fragen können neue Projekte entstehen.


TD SYNNEX unterstützt Sie dabei

Als TD SYNNEX Partner können Sie diese neuen Möglichkeiten nutzen, um Kunden nicht nur bei der Bereitstellung von Anwendungen, sondern zunehmend auch bei Security, Modernisierung und Automatisierung zu begleiten.

Sprechen Sie uns an. Gemeinsam schauen wir darauf, wie VMware Avi Load Balancer in Ihre Kundenprojekte integriert werden kann und welche zusätzlichen Business Opportunities sich daraus für Sie ergeben.

📩 virtualisierung.de@tdsynnex.com


Expert Profile Image

Annette Weil
Senior Business Manager
annette.weil@tdsynnex.com
Alle Artikel des Autors

Das könnte Sie auch interessieren