The AWS European Sovereign
Cloud is ready for departure.
Come on board and shape what‘s next!
Was ist die European Sovereign Cloud (ESC)?
Die AWS European Sovereign Cloud (ESC) ist ein eigenständiges Cloud-Angebot innerhalb der EU. Sie kombiniert moderne AWS-Funktionalität mit europäischer Betriebs-, Steuerungs- und Rechtslogik.
- Eigenständig und europäisch: Die ESC ist physisch und logisch von der globalen AWS-Cloud getrennt. Identität, Abrechnung und Governance liegen vollständig in Europa, betrieben von europäischen Teams.
- Technische Basis: ESC nutzt bewährte AWS-Technologien wie Nitro-Architektur, Multi-AZ-Design und strikte Mandantenisolation. Schlüsselmaterial kann in HSMs oder extern verwaltet werden. Zugriffe sind granular gesteuert und vollständig protokolliert.
- Daten und Kontrolle: Abrechnung und relevante Nutzungsdaten werden in der Region verarbeitet. Identität, Betrieb und Kosten bleiben im europäischen Kontrollpfad.
- Standort und Zeitplan: Die erste ESC-Region entsteht in Brandenburg (Deutschland), Start ist bis Ende 2025 geplant.
- Strategie und Investition: ESC ist auf Langfristigkeit und Nachweisbarkeit ausgelegt. AWS investiert bis 2040 rund 7,8 Mrd. € in eine eigenständige EU-Cloud.
- Zielgruppe: Vor allem öffentlicher Sektor und regulierte Branchen mit strengen Vorgaben zu Datenresidenz, Betriebsautonomie und Auditierbarkeit – ohne Verzicht auf das gewohnte AWS-Serviceerlebnis.
Vorteile der ESC
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Souveränität und Rechtssicherheit
Die ESC ist in Europa verankert und wird nach europäischem Recht betrieben. Zuständigkeiten sind transparent geregelt: Betrieb, Support und Rechenzentrumsverantwortung liegen bei Teams in der EU. Das erleichtert insbesondere im öffentlichen Sektor und in regulierten Branchen die Prüfung von Anforderungen an Betrieb, Governance und Datenhaltung und macht Beschaffungsvorgänge nachvollziehbarer.
Kurz gesagt: Die ESC übersetzt politische und regulatorische Ziele in ein konkretes Betriebsmodell. -
Datenresidenz und durchgängiger Kontrollpfad
Ein Kernvorteil ist die stringente Datenresidenz in der EU – nicht nur für Kundeninhalte, sondern auch für kundenbezogene Metadaten. In der Praxis entstehen damit konsistente Kontrollketten: Wo Daten ruhen, wer sie verarbeitet, wie Protokolle und Nachweise geführt werden, bleibt innerhalb des europäischen Rechtsraums. Das senkt Dokumentationsaufwände, erleichtert Audits und nimmt Argumentationsdruck aus datenschutzrechtlichen Diskussionen. Gleichzeitig bleiben bewährte Data-Governance-Mechanismen erhalten (Rollen, Berechtigungen, Logging), nur eben in einer europäisch kontrollierten Umgebung.
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Operative Autonomie und Governance
Die ESC ist so aufgebaut, dass sie operativ unabhängig agieren kann – mit europäischer Leitung, eigenem Governance-Rahmen und dedizierten Kontrollfunktionen. Das betrifft etwa sicherheitsrelevante Prozesse, Change- und Incident-Management sowie die Überwachung von Zugriffsrechten. Ergänzende Gremien und Strukturen erhöhen die Transparenz der Entscheidungen und machen die Einhaltung von Souveränitätsprinzipien nachvollziehbar. Für Organisationen, die klare Verantwortlichkeiten fordern, ist diese zusätzliche Governance-Ebene ein starkes Vertrauenssignal.
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Technologie-Parität & Migrationssicherheit
Die ESC zielt auf dieselben Services, Features und APIs wie in regulären AWS-Regionen. Die vollumfänglichen Services werden sukzessiv nach dem Launch zur Verfügung gestellt werden. Teams können vorhandene Automatisierungen, Infrastructure-as-Code, Observability-Stacks und Betriebsroutinen weiterverwenden. Das reduziert Re-Engineering, begrenzt Risiken in Projekten und hält die Lernkurve flach. Besonders relevant: Architektonische Muster – etwa Mandantentrennung, Netzsegmente, Identity & Access Management – bleiben konzeptionell gleich, nur der Ausführungsort und die Governance ändern sich. So wird aus einem potenziellen Großprojekt eine berechenbare Migration.
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Architektur, Resilienz & Betrieb
Physische und logische Trennung zur globalen Landschaft – inklusive separater Identitäts- und Abrechnungsdomänen – schaffen zusätzliche Robustheit. Mehrere Availability Zones, konsequentes Fault-Containment und ein hostseitiges Isolationsmodell sorgen für hohe Verfügbarkeit und klare Sicherheitsgrenzen zwischen Mandanten. Ziel ist, auch bei außergewöhnlichen Ereignissen funktionsfähig zu bleiben und Betriebskontinuität nach europäischen Maßstäben sicherzustellen. Für Fachbereiche bedeutet das: planbare Service-Levels, geringe Störanfälligkeit, klare Betriebsprozesse.
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Security & Kryptographie
Die Sicherheitsarchitektur folgt dem „secure-by-design“-Prinzip: Workloads werden auf Hostebene isoliert, der Zugriff auf Daten wird über feingranulare Berechtigungen und etablierte Kryptoverfahren kontrolliert. Schlüssel lassen sich in Hardware-Sicherheitsmodulen verwalten; wo notwendig, ist auch eine externe Schlüsselhaltung möglich. So können Schutz- und Vertraulichkeitsziele bis in sensible Szenarien hinein erreicht werden – ohne auf moderne Cloud-Funktionalität zu verzichten. Für Security- und Datenschutz-Teams ergibt sich ein transparentes, prüfbares Set an Kontrollen.
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Compliance & Auditierbarkeit
Die ESC orientiert sich an bekannten Standards und macht Nachweisführung reproduzierbar: Richtlinien, Kontrollen, Logging, Change- und Incident-Records lassen sich konsistent dokumentieren und auditieren. Weil die relevanten Systeme in Europa betrieben werden, entfällt viel Interpretationsaufwand rund um Datenflüsse und Zuständigkeiten. Das beschleunigt Freigaben, entlastet Compliance-Teams und hilft, wiederkehrende Prüfungen effizient zu bestehen – vom internen Audit bis zur Aufsicht.
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Prozess- & Beschaffungsfähigkeit im Public Sector
Behörden und öffentliche Unternehmen verlangen zunehmend EU-Betrieb, EU-Personal, EU-Datenresidenz und klare Governance. Die ESC adressiert diese Kriterien systemisch, wodurch Vergabeverfahren schneller und treffsicherer bedient werden können. Gleichzeitig bleibt die Entwickler-Erfahrung identisch zu bekannten Setups, was die Umsetzung beschaffter Leistungen beschleunigt. Für Anbieter, die öffentliche Ausschreibungen bedienen, wird damit die Kluft zwischen rechtlichen Anforderungen und technischer Realisierung deutlich kleiner.
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Wirtschaftlichkeit & Risikomanagement
Neben Skaleneffekten und Pay-as-you-go zählt die Vermeidung von Folgekosten aus Compliance- oder Re-Audit-Themen. Wenn Daten- und Metadatenflüsse europäisch gekapselt sind und Zuständigkeiten geklärt, sinkt das Risiko unerwarteter Nacharbeiten. Auch Projektlaufzeiten profitieren: Weniger Diskussion, mehr Umsetzung – so entsteht eine bessere Planbarkeit von Budget, Ressourcen und Ergebnissen. Das verbessert den Business Case insbesondere bei sensiblen, hochregulierten Vorhaben.
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Planung & Zukunftssicherheit
Grundlage konzipieren, in Phasen migrieren und Workloads nach Reifegrad oder Sensibilität priorisieren. Dabei bleiben Schnittstellen stabil und der technologische Fortschritt anschlussfähig. Für Entscheider heißt das: weniger Abhängigkeit von Sonderwegen, mehr Investitionssicherheit und eine Plattform, die mit den Anforderungen mitwächst.
Kurz gesagt: Die ESC verbindet europäische Souveränität (Recht, Governance, Datenresidenz) mit der vollen Hyperscaler-Funktionalität (APIs, Services, Betriebsmodelle). Das Ergebnis ist eine Cloud-Umgebung, die sowohl technisch als auch regulatorisch belastbar ist – und die Umsetzung moderner, auditierbarer Workloads in Europa spürbar vereinfacht.
Warum ESC‑Launch‑Partner mit TD SYNNEX werden?
TD SYNNEX macht die European Sovereign Cloud operativ nutzbar – strukturiert, prüffähig und ohne überflüssige Komplexität. Im Fokus stehen Enablement, Lösungspakete, Co-Sell-Unterstützung und eine klare, ergebnisbasierte Förderlogik. Die nachfolgenden Leistungen greifen ineinander und verkürzen die Zeit von der Orientierung bis zu vorzeigbaren Ergebnissen.
Für wen eignet sich die European Sovereign Cloud?
Die ESC eignet sich für Organisationen, die Cloud-Dienste unter europäischen Vorgaben betreiben und klare Nachweise, Verantwortlichkeiten und stabile Prozesse benötigen.
Im öffentlichen Sektor profitieren Verwaltungen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen von eindeutigen Zuständigkeiten und einer ausschreibungstauglichen Umgebung – für Fachverfahren, Datenportale, Plattformen und sichere Kollaboration. Das beschleunigt Vergaben und reduziert Re-Audit-Risiken.
Regulierte Branchen wie Gesundheit, Finanzdienstleistungen und Versicherungen setzen auf präzise Steuerungsmodelle und auditierbare Abläufe für klinische Datenplattformen, regulierte Analytics-/KI-Anwendungen sowie Zahlungs- und Risikoprozesse.
Betreiber kritischer Infrastrukturen (z. B. Energie, Utilities) profitieren von hoher Verfügbarkeit, robuster Ereignisbehandlung und klaren Rollen für planbare Service-Levels und weniger Störungen.
ISVs und SaaS-Anbieter können souveräne Editionen ihrer Produkte anbieten, ohne die Architektur zu ändern – das steigert RfP-Erfolge und verkürzt Zyklen bei strikten Anforderungen an Datenhaltung und Governance.
Unternehmen mit EU-Standorten verlagern EU-pflichtige Anwendungen in die ESC und betreiben andere Workloads flexibel verteilt. So entstehen hybride Modelle mit klaren Prioritäten für Migration und Modernisierung – ohne Brüche in Prozessen und Tools.
Konkreter Nutzen für TD SYNNEX Partner
Partner gewinnen durch die ESC einen spürbar besseren Fit in Ausschreibungen, weil europäische Anforderungen systematisch adressiert werden, sie setzen Projekte schneller um, da Grundsatzdiskussionen abnehmen und Delivery an Tempo gewinnt, sie arbeiten mit wiederholbaren, auditfesten Paketen auf Basis von Referenzarchitekturen und Checklisten, profitieren von planbarer Förderung mit klaren Nachweisen, transparenten Caps und ergebnisbasierter Ausschüttung und erhalten Zugang zu Co‑Sell‑Chancen, sichtbaren Use‑Cases und frühen Referenzen gemeinsam mit TD SYNNEX und AWS.
Wir freuen uns auf Sie!
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