Svend Back
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Oracle verfolgt das Ziel, alle Lizenzangebote auch als Mietmodell in der Oracle Cloud anzubieten. Somit löst Oracle mit seiner Cloud das allgemeine Versprechen der Cloud-Anbieter ein, Dienste nach Nutzung abzurechnen und ohne große Kapitalbindung IT zu betreiben. Aktuell werden neue SW-Versionen sogar zuerst oder gar ausschließlich in der Oracle Cloud angeboten.
Die Oracle Cloud ist eine sogenannte Vendor-hosted Cloud, eine „Public Cloud“. Oracle betreibt sein Cloud-Angebot weltweit in 66 Rechenzentren (u.a. in Frankfurt und München in Deutschland) Die EU Sovereign Cloud wird aus Frankfurt und Madrid angeboten. Weitere Rechenzentren sind geplant. Ergänzt wird das Angebot durch Integration von Diensten in Rechenzentren der Hyperscaler AWS, Microsoft Azure und Google Cloud Platform (Stand Nov 2025). Oracle ist auf dem Weg, der vierte Hyperscaler zu werden. 2025 wurde Oracle als Leader im Gartner Magic Quadrant für „Strategic Cloud Platform Services“ aufgenommen.
Alleinstellungsmerkmal ist, dass in der Oracle Cloud dieselbe Software zum Einsatz kommt wie im Rechenzentrum des Kunden. Über das Angebot von „Oracle Cloud@Customer“ wird sogar erreicht, dass der Cloudrechner (z.B. eine ExaData) im RZ des Kunden steht. Das Cloud Angebot wird dann von Oracle auf diesem Rechner zur Verfügung gestellt. Die Kundendaten verlassen jedoch z.B. aus Konformitätsgründen nicht das Rechenzentrum des Kunden.
Das Oracle Angebot umfasst alle drei üblichen Ebenen einer Cloud Architektur: Software-as-a-Service (SaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) und Infrastruktur-as-a-Service (IaaS).
So breit Oracle sein Lizenzangebot durch Zukäufe erweitert hat, so groß ist auch das korrespondierende Oracle Angebot in der Cloud.
Seit Anfang 2015 können Oracle Vertriebspartner alle Cloud Services vertreiben. Im Enhanced Oracle Partner Network (EOPN, seit August 2025) können alle Oracle Partner mit entsprechender Expertise Oracle Cloud Angebote vertreiben. ISVs können SW-Angebote als SaaS Ihren Kunden aus der Oracle Cloud heraus zur Verfügung stellen.
Attraktiv ist der Vertrieb der Cloud Angebote durch die Möglichkeit, Folgeaufträge für Verlängerungen des Mietzeitraums oder auch das Wiederauffüllen von Guthabenkonten zu verkaufen. Managed Services der Partner sollten diese Angebote komplettieren, um dem „Value-Add“ Gedanken beim Wiederverkauf gerecht zu werden und eine Nachhaltigkeit des Partnergeschäfts zu generieren.
IaaS und PaaS Dienste werden über eine gemeinsame „Währung“ namens Universal Credits verrechnet. Diese Universal Credits können als Guthaben mit jährlicher Abrechnung und Mengenrabatt auf die Servicekosten verkauft werden. Die Abrechnung ist in der Telekommunikationsindustrie vergleichbar mit der Nutzung von PrePaid-Karten. Daneben werden Universal Credits über Pay-As-You-Go unrabattiert angeboten. Pay-As-You-Go bietet die Möglichkeit zur Nutzung der Oracle Cloud, ohne eine Verpflichtung hinsichtlich der Laufzeit und der Menge einzugehen (ähnlich einem Vertrags-Handy ohne Grundgebühr mit monatlicher Kündigungsfrist). SaaS wird zumeist pauschaliert zur Miete mit einem festen Mengengerüst über eine feste Laufzeit als Subskription angeboten.
Eine hybride Umgebung mit einer freien Verteilung der Arbeitslasten auf Oracle Public Cloud, Cloud-at-Customer, Multi Cloud oder auch On Premises kann von Oracle vollumfänglich angeboten werden.
Beim Vergleich mit anderen Cloud-Anbietern besticht Oracle durch einen Fokus auf das eigene SW-Portfolio. So ist z.B. die Anzahl der erforderlichen Oracle-Lizenzen für eine Instanz in der Oracle Cloud (IaaS mit Bring Your Own Licence – BYOL) bei gleicher Anzahl an physischen Cores nur halb so hoch als beim Mitbewerb (AWS, Azure, GCP). Eine TCO Betrachtung einer Cloud-Lösung von Oracle fällt aus diesem Grund zumeist günstiger aus.
Seit 2025 wird der Multi Cloud Aspekt besser unterstützt, indem Kunden der Hyperscaler AWS, Azure und GCP direkt auf Oracle Cloud Dienste zugreifen können, die im RZ der jeweiligen Anbieter installiert sind.
Benchmarks zeigen, dass die Performance der Oracle Cloud gerade im Storage- und Netzwerk-Bereich hervorragend ist. Oracle verwendet in seiner Gen2 Cloud sog. Bare-Metal Systeme mit NVMe Platten, die höchsten Ansprüchen genügen. Auch die Angebote zur performanten Unterstützung von KI Workloads mit Hochleistungsrechnern und der Möglichkeit zur Integration von Unternehmensdaten mit Large Language Modellen (LLMs) sind Wettbewerbsvorteile der Oracle Cloud.
Die Preisneutralität innerhalb aller Angebote sorgt dafür, dass z.B. 1 Stunde Datenbankdienst pro Core in allen RZs zum selben Preis angeboten wird, unabhängig von der Cloud Region, Datensouveränität oder auch HyperScaler in der Multi Cloud Umgebung.
Eine nachschüssige Abrechnung für alle Dienste, die im letzten Monat genutzt wurden, wird bei Oracle als Pay-As-You-Go bezeichnet. So laufen die von den Kunden direkt unter cloud.oracle.com abgeschlossenen Verträge i.d.R. über diesen Abrechnungsmodus. Hierbei werden keine Rabatte angerechnet sowie eine Abrechnung über Kreditkarte vereinbart. Wir bieten Pay-As-You-Go Verträge auch über Partner mit Rechnungstellung an und erweitern damit das Portfolio der Partner.
Für eine spontane Nutzung, Proof-of-Concept oder auch anderweitig temporäre Nutzung ist Pay-As-You-Go eine adäquate Umgebung. Es werden auch in anderen Modellen alle nicht anderweitig vorausbezahlten Services über diese „Pay-As-You-Go“ Preisliste abgerechnet. Diese Form der Abrechnung wird für IaaS und PaaS angeboten.
TD SYNNEX bietet mit seinem Cloud Market Place StreamOne den Einstieg für Resellingpartner an. Ein Kunde, der die vom Partner in StreamOne initiierte Cloud nutzt, bekommt die Rechnungen dann vom Partner. Das Angebot wird ständig erweitert.
Je mehr Universal Credits ein Kunde vorab zahlt, desto weniger kostet ihn eine Mengeneinheit einer Leistung. Man kann den Betrag der Annual Universal Credits wie einen festen Sockel betrachten, den man i.d.R. für ein Jahr vorab überweist und dann in monatlichen Teilbeträgen mit den tatsächlichen Kosten verrechnet. Solange der Verbrauch innerhalb des vorausbezahlten Budgets liegt, ist dies abgegolten. Das jährliche Minimum für die Vorauszahlung liegt bei $2.000 (z.Zt. ca. €1.860) pro Jahr. Zusätzliche Nutzungen werden nach der Pay-As-You-Go Preisliste abgerechnet. Eine Rückerstattung für nicht gebrauchtes Guthaben ist nicht vorgesehen. Sollte das Guthaben absehbar nicht ausreichen, kann man es auch vorzeitig auffüllen.
Diese Form der Abrechnung wird für IaaS und PaaS angeboten.
SaaS Services werden wie befristete Mietverträge eingekauft. Für einen Zeitraum von i.d.R. 12 oder 36 Monaten sind die Kosten für die Nutzung eines definierten Dienstes pauschal abgegolten. Am Ende der Laufzeit kann man diese Verträge wieder verlängern.
Sprechen Sie uns an und wir unterstützen Sie beim Sizing der Oracle Cloud Umgebungen sowie bei der Wahl eines geeigneten Subskriptionsmodell und mit attraktiven Partnerangeboten.
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