Software &
Lizenzierung


Sonderformen der Lizenzierung: Virtualisierung

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Peter Mosbauer

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Oracle Lizenzierung und Virtualisierung

Im Zusammenhang mit Virtualisierung spricht Oracle selbst von „Partitioning“. D.h. CPUs werden auf einem Server individuellen Segmenten (z.B. virtuellen Maschinen)  zugeteilt, wobei jedes Segment als separates System fungiert. Oracle unterscheidet bei der Virtualisierung zwischen zwei Hauptarten der Partitionierung.

 

Soft Partitioning

 

„Soft Partitioning“ wird mit Hilfe eines OS Resource Managers realisiert. Das Betriebssystem limitiert die Anzahl der Prozessoren, auf denen die Oracle Datenbank ausgeführt wird, indem es dem Prozessor Ressourcen verschiedener Applikationen innerhalb desselben Betriebssystems zuweist. So lassen sich bei der Datenverarbeitung Ressourcen flexibel verteilen, da die Kapazität des Prozessors ohne großen Aufwand dorthin verschoben wird, wo zusätzliche Ressourcen benötigt werden.

Beispiele für diese Art der Partitionierung sind Solaris 9 Resource Containers, AIX Workload Manager, HP Process Resource Manager, Affinity Management, Oracle VM, VMware etc. Da es weitere Technologien der Ressourcen-Allokation gibt, die unter die Kategorie des „Soft Partitioning“ fallen, kann diese Liste nicht vollständig sein.

 

Wichtig: Oracle erkennt Soft Partitioning nicht als Methode an, um die Anzahl der benötigten Softwarelizenzen auf beliebigen Servern zu ermitteln oder zu limitieren. Es sind daher alle physischen Prozessoren für die Lizenzierung heranzuziehen.

 

Hard Partitioning

 

„Hard Partitioning” segmentiert einen Server physisch, indem es einen einzigen großen Server in mehrere kleine Systeme unterteilt. Jedes einzelne segmentierte System agiert als physisch unabhängiger, in sich eigenständiger Server, typischerweise mit eigener CPU, Betriebssystem, separater Boot Area, Memory, Input/Output-Subsystem und Netzwerkressourcen.

Beispiele dieser Art der Partitionierung sind Physical Domains (also known as PDomains, Dynamic Domains, or Dynamic System Domains), Solaris Zones (also known as Solaris Containers, capped Zones/Containers only), IBM’s LPAR (adds DLPAR with AIX 5.2), IBM’s Micro-Partitions (capped partitions only), vPar, nPar, Integrity Virtual Machine (capped partitions only), Secure Resource Partitions (capped partitions only), Fujitsu’s PPAR.

Diese Liste der Hard Partitioning Technologien ist abschließend zu sehen.

Oracle KVM kann als Hard-Partitioning-Technologie benutzt werden, wenn Hardcode CPU-Binding genutzt wird.

 

Beispiele für Partitioning

Ein Server hat 32 installierte Prozessoren. Da sich die Oracle Datenbank über Hard Partitioning nur auf 16 CPUs ausführen lässt, werden nur 16 CPUs zur Lizenzierung herangezogen. Anderes Beispiel: Auf einem Server mit 30 CPUs wird Oracle installiert und/oder ausgeführt. Ohne Hard Partitioning muss der Kunde alle 30 CPUs bei der Lizenzierung berücksichtigen.

Diese Beispiele dienen nur der Erklärung. Spezifische Konfigurationen und Hardware-Produkte variieren je nach Hersteller. Details zur Lizenzierung in virtualisierten Umgebungen finden Sie in der Oracle Partitioning Policy.